WM-Gold für Helmuth Radauer!

„Nachdem ich Anfang voriges Jahr die Ausschreibung für die WIAC in WELLINGTON im ÖBSV-Turnierkalender gefunden hatte, stand nach kurzer Rücksprache mit meiner Frau Susanne fest, daran werden wir teilnehmen. Selbstverständlich ließ es sich unsere Tochter Daniela nicht nehmen, mit von der Partie zu sein. Unverzüglich nach der Anmeldung und Überweisung des Nenngeldes ging es zum ersten Mal ins Reisebüro, um Details für die Flüge nach NEUSEELAND auszuarbeiten, vor allem um Absprachen bzgl. des Transportes unserer Bogensportausrüstung zu treffen. Im Juli wurden die Flüge dann gebucht und die Unterkunftssuche im Internet lief auf Hochtouren, ebenso die Anmietung eines Fahrzeuges stand auf dem Programm. In der Zwischenzeit betrieb ich auch regen Schriftverkehr mit dem Veranstalter der WIAC, um allzeit bestens informiert zu sein.  Im November wurde dann das Training gänzlich umgestellt und ausschließlich auf Hallendistanz WA 18m bzw. IFAA 18,3m geschossen. Nach stetem Bergauf und Bergab bei den Turnieren kamen ab Februar die Vorbereitungsturniere IFAA Indoor. Beim 1. Hauser Compound-Shootout  am 23 02 19 durften wir mit unseren TRB`s  teilnehmen und bei der LM IFAA Indoor sowie bei der ÖM IFAA Indoor jeweils in AIGEN holten wir uns mittels Mehrfachstarts (TRB, BHR und BBR) den letzten Feinschliff für die WIAC. Am 01 04 19 hob dann der A380 pünktlich um 2035 Uhr in Richtung NEUSEELAND, wo wir am 03 04 19 in AUCKLAND ankamen, ab. Nach ein paar Tagen des Eingewöhnens und Sightseeings stand am 08 04 19 das erste Training, welches im Vorfeld zu buchen und zu bezahlen war,  am Programm. Im Anschluss an das zweite Training am 09 04 19 erfolgte die offizielle Eröffnung der WIAC. Entgegen des Protokolls durften wir drei Österreicher vor Australien den Marsch der Nationen anführen.

Voller Elan ging es am 10 04 19 in den ersten Bewerbstag. Am Ende des Tages waren die Scores nicht hundertprozentig zufriedenstellend, aber ich konnte mir einen Vorsprung von 38 Ringen auf den zweitplatzierten Hugo Gaspar SANTOS aus Brasilien sowie 105 Ringe auf den drittplatzierten Gary VAN DIJK aus NEUSEELAND erarbeiten. Susanne und Daniela konnten ihre Turnierleistungen nicht in gewöhnter Art und Weise abrufen, blieb letztendlich aber ohne Konsequenzen, da es in ihren Klassen keine Konkurrentinnen gab. Am zweiten Tag konnte ich meinen Vorsprung ausbauen und lag somit 77 Ringe vor dem Zweitplatzierten bzw. 187 Ringe vor dem Drittplatzierten. Mit diesem Vorsprung ging es in den letzten Wertungstag und ich setzte mir ein ehrgeiziges Ziel: den Weltrekord von 246 Ringen zu übertreffen! Bei der ÖM in AIGEN ist mir dies mit 249 und 258 Ringen bereits gelungen und somit hielt ich dieses Unterfangen nicht für gänzlich aussichtslos. Nach 8 von 12 Passen schien dieser Plan auch aufzugehen, aber dann hatte ich einen mir unerklärlichen Einbruch in der neunten Passe, in der ich anstatt meiner üblichen 20+ nur 12 Ringe erzielte. Am Ende des Tages hatte ich einen Score von 246 und den Weltrekord „nur“ eingestellt.

An diesem Tag konnte sich auch Daniela erheblich steigern und schaffte es den Weltrekord in der Klasse Junior Female um einen Punkt zu verbessern.

Am Ende der WIAC konnten wir uns über  drei Titel ( World Indoor Champion 2019), drei bereits bestätigte Weltrekorde, einen noch zu bestätigenden Weltrekord sowie fünf noch zu bestätigende Europarekorde freuen. Nach ein paar weiteren Tagen Sightseeing ging es schlussendlich am 18 04 19 wieder zurück nach München, wo uns mein Schwiegervater HRABOVSKY Manfred abholte und uns das letzte Stück wohlbehalten zurück nach ÖSTERREICH brachte.“

04_Eröffnung 15_Medaillen

Bericht von Helmuth Radauer

 

Der StFVB gratuliert sehr herzlich zu Deiner hervorragenden Leistung!

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